Umrundung Spitzbergens an Bord der HONDIUS

Unsere Naturkreuzfahrten an Bord des neuen Expeditionsschiffes HONDIUS ermöglichen Ihnen ab Mitte Juli eine Umrundung Spitzbergens. Um diese Jahreszeit haben sich für gewöhnlich auch die Eismassen im Osten des Archipels zurück gezogen.

Entlang der Nordwestküste erreichen Sie mit Ny Alesund, die nördlichste permanent bewohnte Ortschaft der Erde! Am Ende des Liefdefjords kreuzen wir entlang der eindrucksvollen Abbruchkante des Monaco Gletschers und erreichen später das Archipel der Sieben Inseln.

Kältewüsten, Gletscher und riesige Eisfelder prägen nun das Landschaftsbild, dem Reich der weißen Bären! Mit Edgöya erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise. Elfenbeinmöwen und Eisbären bewohnen die nördlichen Inseln, die wir hier mit etwas Glück beobachten können.

Schließlich geht es weiter in Richtung Süden, wo wir die herrlichen Fjordlandschaften des Hornsundes erkunden, bevor unsere Naturkreuzfahrt an Bord der HONDIUS nach zehn Tagen an Bord endet.

 

 

Der geplante Reiseverlauf

1.Tag: Anreise nach Oslo
Flug von Deutschland, Schweiz oder Österreich nach Oslo. Übernachtung im Hotel Radisson SAS Oslo Flughafen.

2. Tag: Weiterflug und Einschiffen in Longyearbyen
Weiterflug nach Longyearbyen, dem Ausgangshafen unserer Naturkreuzfahrt und dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend heißt es „Leinen los“ und das Schiff läuft in Isfjord aus.

Anmerkung:
Die Eisverhältnisse bestimmen die Reiseroute, so dass während der Reise entschieden wird, wie die endgültige Reiseroute verläuft. Bei guten Verhältnissen ist die folgende Reiseroute realistisch:

3. Tag: Krossfjord und Ny Ålesund
Auf der Fahrt nach Norden, entlang der Westküste Spitzbergens, kommen wir morgens im Krossfjorden an. Von hier aus brechen wir zu einer Zodiac-Rundfahrt entlang des spektakulären 14. Juli Gletschers auf. An den erstaunlich fruchtbaren Hängen nahe dem Gletscher blüht eine Vielzahl an Pflanzen. Hoch an den Felsen nisten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in großer Zahl. Es bestehen gute Chancen, den opportunistisch lebenden Polarfuchs zu sehen; er streicht oft am Fuß der Vogelkolonien entlang in der Hoffnung, einen hilflosen Jungvogel zu erwischen, der aus seinem Nest gefallen ist. Im landschaftlich schönen Fjord halten sich gewöhnlich einige Bartrobben auf. Am Nachmittag führt uns die Reise nach Ny Ålesund, die nördlichste, permanent bewohnte Ortschaft der Erde. In der einstigen Bergbausiedlung fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde – die Lokomotive und einige Wage dieser Kohlebahn kann man noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. In unmittelbarer Nähe der Häuser finden sich Brutplätze von Weißwangen- und Kurzschnabelgänsen sowie von Küstenseeschwalben. Geschichtlich interessierte Besucher werden sicher auch gerne zum alten Ankermast spazieren wollen, an dem Amundsen und Nobile (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten.

4. Tag: Liefdefjorden und der Monaco-Gletscher
Am Eingang des Liefdefjorden unternehmen wir eine Tundrawanderung auf der Insel Andøya. Viele Eiderenten und Kurzschnabelgänse nisten hier, und auch die seltenere Prachteiderente läßt sich hin und wieder blicken. Am Ende des Liefdefjords kreuzen wir entlang der beeindruckenden Abbruchkante des Monaco-Gletschers. Dreizehenmöwen fischen hier zu Tausenden und vor oder sogar auf der mächtigen Gletscherkante hat man gelegentlich auch Eisbären angetroffen.

5. Tag: Phippsøya
Heute werden wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen: die Phippsøya im kleinen Archipel der Sieben Inseln, nördlich von Nordaustlandet gelegen. Unsere Position beträgt hier 81° nördliche Breite – die Entfernung zum geografischen Nordpol bloß noch 540 Meilen. Eisbären und Elfenbeinmöwen bewohnen diese nördlichsten Inseln. Bei optimalen Bedingungen verbringen wir einige unvergeßliche Stunden im Packeis, wo wir mit Glück u.a. eine Rosenmöwe entdeckten könnten. Danach heißt es: Kurs Süd.

6. Tag: Lågøya und Sorg-Fjord
Die Lågøya ist eine flache Insel mit großen Lagunen. Hier rasten für gewöhnlich größere Walroß-Herden am Strand. Schwalbenmöwen nisten auf der Insel. Im nahen Sorg Fjord stoßen wir vielleicht auf weitere Walrosse nahe den Gräbern von Walfängern aus dem 17. Jahrhundert. Auf unseren naturkundlichen Exkursionen könnten wir hier auch Familien von Alpenschneehühnern begegnen.

7. Tag: In die Hinlopenstrasse
Heute fahren wir in die Hinlopenstrasse ein, dem Verbreitungsgebiet von Bart- und Ringelrobben, Eisbären und Elfenbeinmöwen. Die Treibeisfelder vor der Lomfjordshalvøya befahren wir auf einer Zodiactour. Ziel ist das Alkefjellet, ein Vogelfelsen, auf dem Tausende von Dickschnabellummen in spektakulärer Umgebung nisten. Auf der Ostseite der Hinlopenstrasse erwartet uns die Augustabukta auf Nordaustlandet. Hier leben Rentiere, Kurzschnabelgänse, Elfenbeinmöwen und Walrosse. Am Torrelneset gehen wir auf Entdeckungstour in der polaren Kältewüste von Nordaustlandet. Nicht weit vom Anlandeplatz erreicht die drittgrößte Eiskappe der Erde das Meer. Unsere Exkursion führt entlang einer wunderschönen Küste, welche von unzähligen, im Laufe der Jahrtausende vom Meerwasser gerundeten Steine bedeckt ist. Mit Glück stoßen wir auf unterwegs auf Walrosse.

8. Tag: Barants- und Edgeøya
Im Freemansund wollen wir in Sundneset auf der Barentsinsel landen und eine alte Trapperhütte besuchen. Von hier aus führt uns ein Marsch in flottem Tempo über die Tundra auf der Suche nach dem Spitzbergen-Ren und der Weißwangengans. Später fahren wir weiter südwärts zur Diskobukta an der Westseite von Edgeøya. In dieser seichten Bucht landen wir mit den Zodiacs an einem mit sibirischem Treibholz und Walknochen übersäten Strand, um dort zu wandern. In einer schmalen kleinen Schlucht steigen wir zu den Rändern hinauf. Die Wände der Schlucht sind von Tausenden von Dreizehenmöwen, Gryllteisten und räuberischen Eismöwen bewohnt. Zur Brutzeit der Vögel patrouillieren Eisfüchse und Eisbären – hauptsächlich Weibchen mit ihren Jungtieren – durch die Schlucht auf der Suche nach jungen, noch nicht flugfähigen Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind.

9. Tag: Hornsund
Dieser Tag beginnt mit einer stillen Kreuzfahrt durch die zahlreichen Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes in Südspitzbergen mit seinen hohen Bergen. Der Hornsundtind steigt zu einer Höhe von 1.431 m auf, während ein anderer Berg, der Bautaen, uns veranschaulicht, weshalb die holländischen Entdecker der Insel den Namen Spitzbergen gaben. 14 atemberaubende Gletscher wälzen ihre Eismassen die Hänge herab ins Meer und es gibt hier gute Chancen, Robben und Eisbären anzutreffen.

10. Tag: Van Keulen- und Recherchefjord
Heute landen wir auf Ahlstrandhalvøya an der Mündung des Van Keulenfjords. Haufenweise liegen hier Skelette von Weißwalen (Belugas), die von der Zeit des sinnlosen Abschlachtens im späten 19. Jahrhundert zeugen und uns einmal mehr daran erinnern, welche Konsequenzen eine gedankenlose Ausbeutung haben kann. Zum Glück sind die Belugas nicht vollständig ausgerottet worden, so daß wir sie heute wieder in größeren Gruppen auch in diesem Fjord antreffen können. Am Nachmittag fahren wir in den Recherchefjord und erkunden die Tundra am Fjordende, wo für gewöhnlich Rentiere nach Nahrung suchen.

11. Tag: Longyearbyen / Rückreise
Heute endet Ihre Naturkreuzfahrt mit der Rückkehr nach Longyearbyen. Transfer zum Flughafen und Flug nach Oslo. Übernachtung im Hotel Radisson SAS Airport Hotel in Oslo.

12. Tag: Weiterflug von Oslo zu Ihrem Heimatflughafen
Weiterflug von Oslo zu Ihrem Heimatflughafen in Deutschland, Schweiz oder Österreich.

Anmerkungen:
Die Chancen einer kompletten Umrundung von Spitzbergen liegen bei 30% in der ersten Juli Hälfte, bei 60% in der zweiten Juli Hälfte, bei 90% in der ersten August Hälfte und bei 95% in der zweiten August Hälfte (Statistik basiert auf Erfahrungswerte der Jahre 1992 bis 2011). Falls eine Umrundung aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf den Nordosten oder Südosten von Spitzbergen konzentrieren.

Die von uns beschriebenen Programme sind Beispiele für einen möglichen Verlauf Ihrer Naturkreuzfahrt. Da Anlandungen und Exkursionen abhängig von den jeweiligen Wetter- und Eisverhältnissen sind, müssen manchmal Änderungen am Programmablauf vorgenommen werden. Nur so kann sichergestellt werden, daß Sie eine größtmögliche Vielfalt an Landschaften und Tierarten erleben können. Die letztendliche Entscheidung über den genauen Programmverlauf liegt beim Kapitän und dem Expeditionsleiter. Während der Naturkreuzfahrt werden Ihnen täglich die geplanten Aktivitäten vorgestellt. Bitte bedenken Sie: Flexibilität ist entscheidend für den Erfolg von Expeditionsreisen.

Umrundung Spitzbergens (HDS07,08, 09,10 )
mit dem Expeditionsschiff Hondius
Kreuzfahrt: 10 Tage / 9 Nächte
Termine
(mit An- und Abreisetagen)
Preise pro Person in EURO
4-Bett-kabine
mit Bulauge
3-Bett-kabine
mit Bullauge
2-Bett-kabine
mit Bullauge
2-Bett-kabine
mit Fenster
2-Bett-kabine DeluxeSuperiorJunior SuiteGrand Suite mit privatem BalkonHondius Suite
04.07.- 15.07.2019
(englisch)






4.950,-






5.950,-






6.795,-






7.245,-






7.695,-






8.545,-






9.095,-






10.345,-






11.795,-
13.07.- 24.07.2019
(englisch)
22.07.- 02.08.2019
(englisch)
31.07.- 11.08.2019
(englisch)
Reisepreisreduktion bei Buchung nur der Schiffsreise (ohne An- und Abreiseprogramm):EUR 850,-

Im Reisepreis enthaltene Leistungen

  • Kreuzfahrt an Bord des Expeditionsschiffes HONDIUS, wie im Reiseplan beschrieben
  • An- und Abreiseprogramm ab/ bis Deutschland, Österreich oder Schweiz; Linienflug via Oslo nach Longyearbyen (Spitzbergen); jeweils 1 Übernachtung vor und nach der Kreuzfahrt im Radisson Blu Hotel Oslo Airport
  • Alle Mahlzeiten während der Kreuzfahrt
  • Alle Landausflüge und Rundfahrten während der Kreuzfahrt
  • Vortragsprogramm mit renommierten Lektoren und kundige Führung durch erfahrene Expeditionsleiter und Guides
  • Alle Hafen- und andere erforderliche Steuern für unser Kreuzfahrtprogramm

Nicht im Reisepreis enthalten

  • Alkoholische Getränke und Softdrinks während der Kreuzfahrt
  • Verpflegung während der An- und Rückreise (außer Frühstück im Hotel in Oslo)
  • Reiseversicherungen
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben

Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 80 Personen, Absage bei Nichterreichen bis spätestens 2 Monate vor Leistungsbeginn.
  • Alle geplanten Anlandungen sind abhängig von örtlichen Wetter- und Eisbedingungen. Änderungen des Reiseverlaufs und des Programms sind ausdrücklich vorbehalten.
  • Das Ausfüllen diverser Fragebögen ist vorgeschrieben.
  • Mobilitätshinweis: Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an.

Das Expeditionsschiff Hondius

Ab Juni 2019 können Reisende polare Welten an Bord der MS HONDIUS kennenlernen. Das neueste Schiff der Reederei Oceanwide Expeditions verfügt über die höchste Eisklasse (Polarklasse 6) und bietet max. 174 Passagieren in 82 Kabinen einen besonderen Deluxe- Standard und gleichzeitig eine unverwechselbare leger- gemütliche Atmosphäre! Beobachtungen der Tierwelt und Erkundungen des Naturraums stehen im Zentrum aller Expeditionsreisen.

Schiffsdaten:

  • Reederei: Oceanwide Expeditions
  • Flagge: Niederlande
  • Baujahr: 2019
  • Passagiere: 174
  • Länge: 107.6m
  • Breite : 17.6m
  • Tiefgang 5.3m
  • Geschwindigkeit: max. 15 Knoten
  • Eisklasse: Plarklasse 6
  • Strom:220V
  • Besatzung: ca. 72

Ausstattung:

Ein Deck ist vollständig für (mehrsprachige) Vorträge und Präsentationen eingeplant, hierfür stehen eine große Panoramalounge und ein separater Hörsaal zur Verfügung. Eine schnelle Einschiffung in die Zodiacs wird durch zwei separate Gangways und einer zusätzlichen Indoor-Plattform gewährleistet, die auch für besondere Outdoor-Aktivitäten , wie zum Beispiel die Umsetzung des Kajak-, und Tauchprogramms verwendet werden kann.

Kabinenklassen:

Die HONDIUS bietet Raum für max. 174 Passagiere – in 82 Kabinen, die alle mit DU/WC ausgestattet sind. Die geräumigen Kabinen variieren von luxuriösen Suiten mit eigenem Balkon, Suiten, Superior Kabinen, Twin Fenster und Bullaugen Kabinen , sowie Dreier-, und Viererkabinen mit Bullaugen.

Deckplan:

Karte Reiseverlauf

Überblick

  • Naturkreuzfahrten mit dem Motorschiff HONDIUS
  • Max. Anzahl Passagiere: 174 Passagiere
  • Bordsprache: englisch, ein Termin mit deutschprachigem Lektor an Bord
  • Reisedauer Kreuzfahrt: 10 Tage / 11 Nächte
  • Reiseroute Kreuzfahrt: ab / bis  Longyearbyen (Spitzbergen)
  • Buchungscodes: HDS 07, HDS 08, HDS 09 und HDS 10